Der Klimawandel stellt die Wälder in Deutschland vor große Herausforderungen. Trockenstress, Stürme sowie der Befall durch Schädlinge und Krankheiten nehmen zu und führen zu erheblichen Waldschäden. Für ein besseres Verständnis dieser Entwicklungen sind verlässliche und vergleichbare Informationen über Schäden und deren Ursachen unerlässlich. Bisher existiert jedoch kein bundesweit einheitliches System zur Erfassung dieser Daten.
Das Projekt NEWsWm setzt genau hier an: Ziel ist der Aufbau eines nationalen Waldschadensmeldesystems, das die bestehenden Meldesysteme der Bundesländer in einer zentralen Datenbank zusammenführt. Dadurch werden Daten zu biotischen und abiotischen Schadfaktoren harmonisiert, ausgewertet und für unterschiedliche Nutzergruppen zugänglich gemacht.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung einer Webanwendung, die die Daten übersichtlich visualisiert und Analysen über Zeit und Raum ermöglicht. So können Entwicklungen, Ursachen und Ausmaß von Waldschäden auf nationaler Ebene besser verstanden werden.
Die gewonnenen Informationen unterstützen das Risiko- und Krisenmanagement im Wald, verbessern die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern und liefern eine wichtige Grundlage für nachhaltige forstliche Entscheidungen im Klimawandel.
Projektverantwortliche am Institut für Waldschutz: Anne Schmidt