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Inhalt: Internationales Projekt mit Südkorea will Methoden zur Erforschung von Hitze- und Trockenstress von Weizen weiterentwickeln

JKI-Züchtungsforscher besucht Partner, um weiteres Vorgehen abzusprechen

Im Rahmen der Südkorea-Reise einer vierköpfigen JKI-Delegation vom 20.-22. April wurde auch das National Institute for Crop and Food Science (NICS) besucht, ein spezialisiertes Fachinstitut unter dem Dach der staatlichen Rural Development Administration (RDA). Das NICS hat mit dem JKI-Fachinstitut für Resistenzforschung und Stresstoleranz (RS) kürzlich ein Forschungsprojekt gestartet, das auf drei Jahre angelegt ist. Ziel ist der „Austausch von Forschungstechnologien für hitze- und trockenstresstoleranten Weizen, als Reaktion auf die Klimaerwärmung und Auswahl genetischer Ressourcen.“ Der Leiter des beteiligten JKI-Fachinstituts Prof. Dr. Andreas Stahl nutzte den Besuch in Südkorea für ein erstes persönliches Projekttreffen, um weitere Details zu anstehenden Experimenten abzusprechen.

Aufgrund des Klimawandels, wie beispielsweise der globalen Erwärmung, leiden Weizenpflanzen zunehmend unter Hitzeschäden. Hohe Temperaturen während der Kornfüllungsphase beeinflussen die Größe und Speicherproteine der Körner, was zu Ertragseinbußen und einer verminderten Qualität führt.

„Um auch künftig eine stabile Produktion von heimischem Weizen in unseren beiden Ländern zu gewährleisten, ist es notwendig, den Effekt von Temperaturschwankungen während der Blüte und Kornfüllung zu untersuchen und genetische Ursachen der Hitzestresstoleranz zu identifizieren“, sagt JKI-Züchtungsforscher Andreas Stahl. Hierzu sollen in der Arbeitsgruppe von Dr. Gwendolin Wehner (JKI-RS) neben den Ertragskomponenten auch die Hoch- oder Runterregulation von bestimmten Genen infolge definierter Stressereignisse untersucht werden.

Es besteht sowohl in Südkorea als auch in Deutschland ein erheblicher Bedarf, die Forschungsmethoden und Technologien zur Hitze- und Trockenstresstoleranz weiterzuentwickeln. Hierzu wird zwischen beiden Institutionen ein regelmäßiger Austausch mit wechselseitigen Experimenten stattfinden, der dazu dient, Versuchsanstellungen zu vergleichen, neue Erkenntnisse zu sammeln, und die Stresstoleranz des Weizens besser zu verstehen.

Von besonderem Interesse ist dabei auch das unterschiedliche Sortenspektrum Koreas und Deutschlands hinsichtlich der Hitze- und Trockenstresstoleranz mit besonderem Fokus auf die Kornfüllung zu analysieren. Interessante Weizenlinien können perspektivisch als Kreuzungspartner für tiefergehende genetische Studien dienen. 

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags (Joint Declaration of Intent) zwischen den beiden staatlichen Forschungsinstituten, Südkoreas National Institute of Agricultural Sciences, NAS und dem Julius Kühn-Institut (JKI), als Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen JKI im Rahmen einer ersten gemeinsamen Fachtagung, ermöglicht nun die bestehenden Kooperationen zu intensivieren und weitere Kooperationsmöglichkeiten auch in weiteren Forschungsfeldern auszuloten.

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